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Märkischer Strauß auf Wanderschaft
Freitag, den 10. Februar 2012
Am vergangenen Donnerstag zog es mich zur Landesgrenze bei Wittstock/Dosse, um ein ganz besonderes Motiv vor die Linse zu bekommen. Im wilden Schneetreiben startete ich in mehrere Kleiderschichten eingepackt um kurz nach sieben Uhr in Berlin. Rund zwei Stunden später befand ich mich am Rande eines großen Rapsfeldes, auf dem mein Wunschmotiv schon auf mich zu warten schien. Es handelte sich um eine der seltenen deutschen Großtrappen, die bereits seit ein paar Wochen dort Rast machte. Der Beringung nach handelt es sich um einen jungen Hahn, der am 16. Juni 2011 in der Aufzuchtstation der Buckower Vogelschutzwarte schlüpfte und am 24. August im Havelland ausgewildert wurde.
Einst in vielen Gebieten Ostdeutschlands beheimatet, sind die heutigen Bestände der Großtrappe auf drei kleine Populationen mit insgesamt nur 100-120 Exemplaren zusammengeschrumpft. Das Überleben der Art in Brandenburg und Sachsen-Anhalt ist nur durch intensive Schutzmaßnahmen gewährleistet. Eine Annäherung an die dortigen Balzarenen in Fotodistanz ist kaum möglich und wäre für einen gewissenhaften Naturfotografen moralisch kaum zu vertreten. Umso mehr freue ich mich, dass ich nun im Winter außerhalb der Brutgebietes eine so intensive Begegnung mit dieser beeindruckenden Art erleben durfte. Während meines vierstündigen Aufenthaltes entstanden rund 900 Bilder, von denen es hier eine kleine Auswahl gibt:
Jetzt wird´s eng auf den Seen ...
Dienstag, den 07. Februar 2012
In den letzten Tagen konnte ich nach langer Zwangspause mal wieder fotografieren gehen. Ich unternahm zwei morgendliche Touren an einige der wenigen eisfreien Stellen im Südwesten von Berlin und im angrenzenden Potsdam. Die sibirische Kälte mit Temperaturen von bis zu -23° C hat die hiesigen Flüsse und Seen in eine Eislandschaft verwandelt. An den wenigen freien Abschnitten sammeln sich nun Enten, Schwäne und andere Wasservögel in großer Zahl.
Da mir spezielle Lichtverhältnisse und eine tiefe Kameraposition wichtig war, konzentrierte ich mich auf eine kleine Wasserstelle in Potsdam-Babelsberg, wo die Verhältnisse optimal waren. Hier hatten sich auf einer kleinen Fläche viele Stockenten und Blässhühner, aber auch Zwergsäger, Schellenten, Hauben- und Zwergtaucher eingefunden. Auch den mittlerweile berühmten Graureihern des Kleinen Wannsees stattete ich einen Besuch ab. Dank regelmäßiger Fischspenden von den vielen Eisanglern haben sie etwas von ihrer Scheu verloren.
Eine kleine Bildauswahl meiner zwei Touren:
TV Hören und Sehen 52/2011
Sonntag, den 25. Dezember 2011
Passend zum Jahresende wurde in der aktuellen Ausgabe der TV Hören und Sehen ein Kegelrobbenbild von mir abgedruckt. Unter dem Titel "Die Christkinder von Helgoland" illustriert mein Bild dort auf einer Doppelseite einen kleinen Artikel über den winterlichen "Baby-Boom" auf Helgoland. Seit einigen Jahren werden dort auf der vorgelagerten Insel Düne zwischen Oktober und Dezember viele kleine Kegelrobben geboren. Da es sich um eine Zeitschrift mit einer Auflage von rund 800.000
Exemplaren handelt, ist es für mich schon eine besondere und nicht
alltägliche Bildnutzung. Das abgedruckte Bild entstand während meines Helgolandaufenthaltes im Dezember 2010. Die Aufnahme dieses neugierigen Jungtieres machte ich mit einer Nikon D300 und einem 10.5mm Fisheye Objektiv mit Stativ und Funkfernauslöser. Einen kleinen Bericht gab es hier im Blog vor einem Jahr schon einmal: hier klicken!
Kranichrast im Rhin-Havelluch
Mittwoch, den 19. Oktober 2011
In der letzten Zeit habe ich mich intensiv mit der Kranichen am größten mitteleuropäischen Rastplatz im Rhin-Havelluch beschäftigt. Mit bis zu 80 000 Kranichen und mindestens genauso vielen Gänsen, lässt sich hier unweit von Berlin bei Linum ein einmaliges Schauspiel beobachten. Anders als am bekannten Hot Spot der Kranichfotografie am Günzer See in Mecklenburg-Vorpommern, ist es hier in Brandenburg etwas schwieriger gute Bilder zu machen. Aufgrund der intensiven Schutzbemühungen durch die lokalen Kranichschützer ist es fast unmöglich formatfüllende Kranichaufnahmen auf den Nahrungsflächen zu machen. Wer jedoch einmal am Wochenende den Kranichtourismus rund um Linum erlebt hat, weiß wie gut es ist, dass die Kraniche auf den Äckern und an ihrem Schlafplatz ihre Ruhe habe. So versuchte ich mich an Flugaufnahmen und war mehrmals zum Sonnenauf- und -untergang vor Ort. Einmal hatte ich Glück und fand einen kleinen Kranichtrupp nahe der Landstraße, welcher mir einige Aufnahmen aus dem Auto erlaubte.
Forum Naturfotografie 3/2011
Donnerstag, den 06. Oktober 2011
Ich freue mich, dass in der neuesten Ausgabe der Forum Naturfotografie ein zehnseitiger Artikel über mein laufendes Fotoprojekt über alte Truppenübungsplätze veröffentlicht wurde. Seit einiger Zeit beschäftige ich mich in Brandenburg intensiv mit der einzigartigen Natur, welche sich auf den meist unzugänglichen und mit Blindgängern verseuchten Liegenschaften der ehemaligen Sowjetarmee entwickeln konnte.
Eine pdf-Datei meines Artikels gibt es hier: Download "Explosives Erbe"

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